Geschrieben am 26. Juni 2015
Das Einstellen ins Netz kann später erfolgt sein

Sollen die Bundesjugendspiele verboten werden?

Äußere dich dazu!

Ich habe viele Gedanken, von denen doch einige es wert sein müssten, gebloggt zu werden. Nur finde ich irgendwie nicht die Zeit zum Tippen und Einstellen. Dabei konnte ich doch mal schreiben! Früher, z.B. in der Schule, in Klassenarbeiten. Da gab es einen Anfang und ein Ende. Und wenn am Ende der Stunde etwas nicht fertig oder nicht ausgefeilt genug war, dann war das eben so.

Diesmal werde ich mir aber zugestehen, die Zeit zu überziehen, wenn es mir gefällt. Und bewertet wird auch nicht. Ich werde mir auch erlauben, das selbstgestellte Thema zu verfehlen oder abzuschweifen. Aber: ich mach es handschriftlich. Fühlt sich jetzt schon ungewohnt an.

Das Thema Bundesjugendspiele kam jetzt wieder durch das Internet-Nachrichtensurfen gestern abend auf mich zu. Da es mich an die Schulzeit erinnerte, war es vielleicht jetzt genau der richtige Anstoß zum Start des Blogs etwas mit meiner damals berüchtigten Sauklaue zu schreiben - anstatt das Tippen und Löschen und Neu-Tippen nicht fertig oder gar nicht hinzubekommen.

Ich werde zum Thema eine diferenziertere Haltung einnehmen und wohl weitschweifig meine Lebenserinnerungen hervorholen.

Dass eine "Teilnahmeurkunde" als Demütigung empfunden wird, kann ich verstehen.

Große Sportereignisse an denen während des Schuljahrs teilgenommen werden musste, gab es nicht sehr viele, um so wichtiger waren sie. Bundesjugendspiele gab es doppelt: in der Hallensaison "Geräteturnen", für draußen Leichtathletik. Da meine Erinnerungen sonst teilweise unlogisch wären, haben jene wohl gleichzeitig mit dem Staffeltag stattgefunden. Und dann gab es noch die Senatsstaffel, deren Aufgabe womöglich darin bestand, das Desinteresse an Schülern anderer Schulen in Hass umzuwandeln.

Die Senatsstaffel der Jungen an Gymnasien wurde immer von der gleichen Schule gewonnen. Es gab sogar das Gerücht, dort ließe man gute Sportler absichtlich durch die Abiturprüfung fallen, damit sie noch ein weiteres Jahr bei der Senatsstaffel laufen konnten. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass sehr nahe Verwandschaft an dieser so verhassten Schule Abitur gemacht hat und dieses Gerücht nicht bestätigte.

Bei den Mädchen war das ausgeglichener. Da konnte meine Schule, immerhin auch eine der schülerzahlstärksten, schon mal gewinnen und andere durften das auch - wenn nur nicht die eine, die unfaire!, gewann.

Damals hatten Schulen noch kein Profil. Während dieses bei der einen, unfairen!, ehemaligen nur-Jungs-Schule der Sport war, waren wir die musikalischen. Von den 4 Parallelklassen hatte sogar eine, in der ich auch war, verstärkten Musikunterricht. Schließlich sang ich auch in einem der besten Knabenchöre der Bundesrepublik, dessen Leiter natürlich auch ein Musiklehrer an unserer Schule war. Historisch paradox ist allerdings, dass der Gründer dieses Chores nach dem Krieg Lehrer an dieser anderen, schon erwähnten Jungs-Schule war... Ich war Sopran. Nicht einfach Sopran, sondern Sopran 1. Nur bei einem Stück, das noch mehrstimmiger war, verstärkte ich die Zweiten Sopra(e)ne, von denen die meisten jetzt Dritter Sopran waren. Gegen Ende des Stimmbruchs wurde ich als Bass 1 eingestuft, die Bässe bildeten auch die große Mehrheit. Aber wenigstens Tenor 2 hätte es doch schon sein dürfen. Ich verließ deswegen den Chor, wie in dem Alter viele andere auch aus Pubertät oder anderen Gründen. Von heute gesehen: schade!

In der Schule hatten wir immer mindestens drei Orchester: A-, B- und C-Orchester. Ich spielte, obwohl Musikklasse, Zweite Geige im B-Orchester. Mein Geigenlehrer versuchte mich einmal aufzuheitern, indem er sagte, an einer normalen Schule gäbe es nur ein Orchester und dort wäre ich wohl eine Erste Geige.

45 Minuten sind um. Und nein, ich verfehle nicht das Thema, dieser Exkurs ist beabsichtigt und wichtig (Schmeili).


Wörter gezählt habe ich nicht. Das entspannte Abtippen des in einer Dreiviertelstunde geschriebenen dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde.
Beim Tippen sind mir tatsächlich zwei Kommafehler unterlaufen, deswegen liest man ja auch korrektur. Dass ich eben Korrektur klein geschrieben habe ist Absicht, andere Fehler, die Sie entdecken sollten, wahrscheinlich auch.